Gebärmutterkrebs
Informationen für Betroffene und Angehörige
Gebärmutterkrebs
Die Bezeichnung Gebärmutterkrebs wird für bösartige Tumoren des Gebärmutterkörpers bzw. der Gebärmutterschleimhaut verwendet. Obwohl der Gebärmutterhals ein Teil der Gebärmutter ist, wird der Gebärmutterhalskrebs als eigenständige Erkrankung gezählt. Gebärmutterhalskrebs entsteht nicht nur aus anderem Gewebe, sondern unterscheidet sich auch hinsichtlich Symptomatik, Diagnose und Therapie vom Gebärmutterkrebs.
Die Gebärmutter ist Teil der weiblichen Geschlechtsorgane. Sie ist ein birnenförmiges Hohlorgan, das im kleinen Becken liegt und aus dem Gebärmutterkörper (Corpus uteri), dem Gebärmutterhals (Cervix uteri) und dem äußeren Muttermund (Portio vaginalis) besteht. Die Wand der Gebärmutter ist aus drei Schichten aufgebaut. Die äußere Schicht, mit der die Gebärmutter umgeben ist, ist ein Teil des Bauchfells und wird Perimetrium genannt. Der mittlere Teil besteht aus glatter Muskulatur und wird als Myometrium bezeichnet. Innen ist die Gebärmutter mit der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) ausgekleidet. Das Endometrium wird während des Monatszyklus der Frau aufgebaut und, wenn sich keine befruchtete Eizelle eingenistet hat, während der Menstruation wieder abgebaut und teilweise abgestoßen. Nach der Menopause erneuert sich diese Schleimhaut nicht mehr regelmäßig.
Tumoren, die sich aus Zellen des Gebärmutterkörpers entwickeln, gehen in den meisten Fällen von der Gebärmutterschleimhaut aus. Diese Tumoren werden als endometriale Karzinome bezeichnet. Das Robert Koch-Institut schätzt die Zahl der Neuerkrankungen in Deutschland auf ca. 11.700 pro Jahr. Damit ist Gebärmutterkörperkrebs die vierthäufigste Krebserkrankung bei Frauen. Aufgrund der günstigen Prognose ist die Sterberate bei Gebärmutterkrebs jedoch mit rund 2,6 % gering.